Rundbrief Kino am Dienstag
Liebe Gemeinde,
es tut mir leid, dass alles so stückchenweise kommt, aber das klingt echt spannend:
Sabine und Damian werden am Dienstag, 30.03.2010 um 19:00 Uhr in den
Passagekinos den Film "Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen"
ansehen.
Beschreibung folgt unten.
Wer Lust auf den Film hat,
kann sich bis Dienstag 15:00 Uhr bei Damian melden (d.c.schmidt@web.de - oder
01577-7715855)
- er kauft dann die Karten im Vorverkauf.
Gratis
dazu gibt es aktuelle und spannende Eindrücke von Damian - ich habe mich
letzte Woche für eine Nacht in der Grabeskriche einschließen lassen.
Worum geht es:
In der Grabeskirche in
Jerusalem leben sechs christliche Konfessionen Tür an Tür unter einem
Dach: griechisch-orthodoxe Christen, römisch-lateinische Franziskaner,
syrische Christen, armenische Christen, äthiopische Abessinier und
ägyptische Kopten. Eine muslimische Familie verwahrt den Schlüssel zur
Kirche und schließt die Haupttür morgens auf und abends wieder zu. In
diesem Status Quo befindet sich die Kirche seit der osmanischen Zeit.
Die einzelnen Glaubensgemeinschaften wachen verbissen über die ihnen
zugeteilten Anteile und beobachten eifersüchtig die anderen. Die
abessinischen Christen, die ihren Platz in der eigentlichen Kirche
verloren haben, quartierten sich kurzerhand auf dem Dach der Kapelle
ein, die koptischen Christen, die den Haupteingang des Grabes nicht
benutzen dürfen, bauten sich eine kleine Kapelle an der Rückseite der
Grabkammer und die Griechisch-Orthodoxen verteidigen rauhbeinig den
Vordereingang. Zu hohen Festtagen kommt es manchmal zu absurden
Schlachten religiöser Leidenschaft. Die Prozessionen geraten sich
gegenseitig in die Quere, und Gläubige aus aller Welt verkeilen sich
untereinander. Aber nachts, wenn die unfreiwillige Wohngemeinschaft in
der Kirche eingeschlossen ist, beten die Mönche vor dem Grab. Dann
verwandelt sich die Kirche in einen mystischen Ort der Hingabe und
Sehnsucht nach erfülltem Glauben.
Ich wünsche euch besinnliche Kar- und Ostertage
Josefine
